Frieden, den keiner teilen will

Aylan (3) ist eingeschlafen. Mit seinem roten T-Shirt, seiner blauen Jeans und seinen kleinen Schuhen. Die kleinen Hände geöffnet, liegt er am feinen Sandstrand von Bodrum. Wenige Kilometer  vor den Fünfsterne-Luxushotels in denen sich Touristen eine Auszeit gönnen. Doch Aylan wird nicht mehr aufwachen, nicht zu seinen Eltern laufen, nicht mehr lachen und spielen.

Aylans Eltern hatten sich auf den Weg zu einem besseren Leben gemacht. Fernab vom Krieg und Elend in Syrien. Eine sichere Umgebung, vielleicht ein Kindergarten, wo Aylan Freunde finden und spielen könnte. Mauern und Stacheldrähte an den EU-Außengrenzen haben seine Eltern zu einem letzten Versuch verleitet.

Über das Meer wollten sie endlich das Land erreichen, wovon sie träumten. Das Meer war nicht weniger grausam als die Mauern und Stacheldrähte. Ihr Boot kenterte, Aylan, sein 5-jähriger Bruder und seine Mutter starben. Sie haben auf dem Weg nach Europa ihren Frieden gefunden. Den Frieden, den keiner mit ihnen teilen wollte. Weder ihre Heimat, noch die „Zivilisierten“, die um ihren Wohlstand fürchteten.

Dieses Bild tut weh,  verdammt weh sogar…