Istanbul: Das Terrorkartell und ihre Vollstrecker

Die Neujahrsbotschaft des Terrorkartells könnte nicht deutlicher ausfallen. Das aus mindestens den vier Hauptterrororganisationen PKK, IS, FETÖ und DHKP/C bestehende Syndikat hat mit ihren 39 Opfern in der Silvesternacht in Istanbul 80 Millionen Türken auf brutale Art und Weise daran erinnert, dass auch im neuen Jahr mit ihnen zu rechnen ist.

Doch auch wenn das hinterhältige Terrorkartell den Anschein einer perfekt funktionierenden Arbeitsteilung erweckt, wo jede einzelne Terrororganisation ihren eigenen Terrorbereich hat, decken die „unbewaffneten Vollstrecker des Syndikats“ die Maskerade auf. Also jene Vollstrecker, die nach einem Anschlag alles dafür tun, damit der Terror seine giftige Wirkung entfalten kann. Jene Vollstrecker, die im tiefsten Moment des Schmerzes, versuchen, den Funken für ein Chaos zu schlagen.

Die Demaskierung solcher Vollstrecker ist nicht schwer. Man sollte sich zunächst die Ziele der Terroristen vor die Augen führen, um sie dann mit jenen Kommentaren in der Politik- und Medienlandschaft abzugleichen, die nur Minuten nach den Anschlägen veröffentlicht werden. Denn fast alle „Terrorvollstrecker“, die als Politiker, Autoren, Blogger oder Nutzer der sozialen Medien getarnt agieren, versuchen, ganz im Sinne der Terroristen, die brutalen Anschläge für eine politische und wirtschaftliche Destabilisierungsattacke zu nutzen.

Wenn im Terrorkartell die PKK zuschlägt, dann wird der Versuch eines gesellschaftlichen Zwietrachtes zwischen Türken und Kurden gestartet, wenn der IS mit Anschlägen drankommt, dann wird der Versuch gestartet Hass zwischen Sunniten und Aleviten zu entfachen oder auch Hass zwischen Religiösen und Nichtreligiösen zu schüren. Derart niederträchtig, dass man sogar die Terroropfer in „Sunniten/Aleviten oder Säkulare/Nichtsäkulare“ aufteilt.

Kurz und knapp, wer ohne Mitgefühl Minuten nach dem Terroranschlag, genauso wie beim Putschversuch am 15. Juli, die schuldigen Terroristen verschont, dafür aber in der Schuldfrage wiederholt mit den Fingern auf  den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan zeigt, wer die Anschläge für das Schüren von Hass zwischen gesellschaftlichen Gruppen nutzt, der ist nichts weiter als ein Diener und „Vollstrecker des Terrorkartells“. 

2 Comments

  1. robert said:

    absolut richtig analysiert

    2. Januar 2017
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  2. Adem said:

    Perfekt!
    Terror hat noch nie gewonnen.

    2. Januar 2017
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